Erste Ergebnisse aus dem Erasmus+ Projekt „Skateboarding Beyond“
- taboloechelt
- vor 2 Tagen
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Das Erasmus+ Projekt Skateboarding Beyond befindet sich mittlerweile in der Abschlussphase. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, erste Ergebnisse aus dem Abschlussbericht vorstellen zu können. Die vollständigen Kapitel stehen auf unserer Website im Bereich „Erasmus+“ zur Verfügung.
Das Projekt
Das Projekt wurde gemeinsam mit unseren Partner*innen der spanischen und schwedischen Skateboard-Föderationen umgesetzt. Zunächst wurde ein Konzept für die Durchführung von Skateboardworkshops entwickelt, mit der Idee verschiedene Werte, wie Respekt, Empathie und Teamarbeit über 12 jeweils 60-minütige Einheiten zu vermitteln. Auf dieser Grundlage wurden in Deutschland dann insgesamt 16 Coaches ausgebildet. Diese führten anschließend die Workshops mit Kindern und Jugendlichen durch. Die Angebote wurden mithilfe von Fragebögen evaluiert, die von den Teilnehmenden vor und nach den Kursen ausgefüllt wurden. Darüber hinaus wurde Skateboarding im Rahmen von Community Events auf kreative und spielerische Weise einer breiteren Öffentlichkeit nähergebracht. Das übergeordnete Ziel des Projekts war es durch Skateboarding den sozialen Zusammenhalt zu stärken, sowie Geschlechtergerechtigkeit, mentale Gesundheit und die Entwicklung wichtiger Lebenskompetenzen zu fördern.
Ergebnisse in Deutschland
In Deutschland wurden die Skateboarding Beyond Workshops im Laufe des Jahres 2025 an vier Standorten umgesetzt: Inntal, Würzburg, Karlsruhe und München. Insgesamt nahmen 137 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis zwölf Jahren teil (34% davon Mädchen), länderübergreifend waren es 463 Teilnehmende (37% davon Mädchen). Die Angebote umfassten wöchentliche Kurse, Ferienprogramme und intensive Wochenendworkshops.
Im Mittelpunkt standen die Förderung von Resilienz, Motivation, Respekt und sozialen Kompetenzen, wie es vorab im zugrundeliegenden Konzept erarbeitet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmenden durch das Skateboardfahren Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Problemlösungsfähigkeiten entwickeln konnten.
Zentrale Erkenntnisse der Evaluation
Die Evaluation basierte auf einem Mixed-Methods-Ansatz, der quantitative Daten aus Fragebögen mit qualitativen Rückmeldungen von den Coaches kombinierte. Die Ergebnisse zeigen länderübergreifend positive Wirkungen hinsichtlich sozialer Interaktion, Motivation und wahrgenommener Sicherheit.
Über 90% der Teilnehmenden berichteten, dass sich während der Workshops durchgehend alle respektvoll verhalten haben. Rund 80% nahmen aktiv an den Angeboten teil und fühlten sich dabei sicher. Zudem gaben etwa 84% an neue Fähigkeiten erlernt zu haben und dass sie es präferiert haben, dies in Geschlechtergemischten Gruppen zu tun.
Die Berichte zeigen außerdem, dass Skateboarding besonders gut geeignet ist, sichere und inklusive Lernräume zu schaffen. Die Coaches beobachteten positive Entwicklungen in den Bereichen Selbstvertrauen, Kommunikation, Empathie und Teamarbeit. Besonders wirksam erwies sich dabei die Verbindung von Bewegung, Gemeinschaft und pädagogischer Begleitung.
Community Events: Skateboarding als Begegnungsraum
Ergänzend zu den Workshops wurden im Rahmen von Skateboarding Beyond drei Community Events durchgeführt. Diese Veranstaltungen boten Kindern und Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zum Skateboardfahren und schufen Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen. Im Gegensatz zu den Workshops liefen die Community Events immer komplett an einem Tag ab und waren von einem offenen Charakter geprägt. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit zu Skaten konnten darüber hinaus, aber auch am Kreativworkshop von Curare Skateboarding teilnehmen und ihre eigenes Skateboarddesign auf einer Papierschablone entwerfen. Die Zielgruppe waren auch hier 6 bis 12-jährige, aber auch deren Familien waren eingeladen mehr über das Projekt zu erfahren.
Die Community Events erreichten sowohl erfahrene Skater*innen, als auch viele Teilnehmende ohne Vorerfahrung. Dabei zeigte sich, dass solche offenen Formate nicht nur das Interesse am Skateboardfahren wecken, sondern auch soziale Kontakte fördern und den Zugang zu lokalen Skateboardgemeinschaften erleichtern können. Rückmeldungen der beteiligten Organisationen deuten zudem darauf hin, dass zahlreiche Teilnehmende auch nach den Veranstaltungen weiterhin an Skateboardangeboten teilnahmen.
So ergänzten die Community Events die Workshopangebote sinnvoll und trugen dazu bei, die Reichweite und nachhaltige Wirkung des Projekts zu stärken. Durch die drei Events wurden insgesamt weitere 110 Teilnehmende erreicht.
Fazit
Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass Skateboarding weit mehr sein kann als eine sportliche Freizeitaktivität. Durch die Verbindung von Bewegung, Kreativität und Miteinander konnten Kinder und Jugendliche neue Fähigkeiten entwickeln, soziale Erfahrungen sammeln und Selbstvertrauen aufbauen.
Sowohl die Workshops als auch die Community Events verdeutlichen das Potenzial von Skateboarding als Instrument der Kinder- und Jugendarbeit. Es schafft niedrigschwellige Zugänge zu sozialer Teilhabe, fördert Inklusion und stärkt die Selbstwirksamkeit junger Menschen. Gleichzeitig wird deutlich, dass insbesondere langfristige und kontinuierliche Angebote nachhaltige Wirkungen entfalten können und dazu beitragen, junge Menschen dauerhaft in lokale Gemeinschaften einzubinden.




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